02. Spieltag: Wittstock vs. Veritas 2:3
FUSSBALL-LANDESKLASSE: Mit Kampf und Glück zum Dreier
Veritas Wittenberge/Breese gewinnt bei Hansa Wittstock 3:2
WITTSTOCK - Noch minutenlang nach dem Abpfiff saß Hansa-Coach Jörg Lutter mit versteinerter Miene auf der Ersatzbank. Er konnte, ebenso wie viele Wittstocker Fans, nicht begreifen, wie diese 2:3-Heimpleite passieren konnte. Gegen kampfstarke und hart spielende Wittenberger war Hansa zwar technisch und spielerisch überlegen, ging am Ende aber leer aus. Dagegen bejubelte Veritas-Trainer Christian Krause mit seiner Elf den Auswärtsdreier.
Hansa begann gut, hatte die Partie scheinbar im Griff, tat sich aber schwer die gut organisierte Veritas-Abwehr auszuhebeln. Dann schien das 1:0 fällig, Felix Strothenk wurde schön frei gespielt, scheiterte aber. Solche Situationen bekamen die Zuschauer später noch oft zu sehen, an Effektivität ließ Hansas Offensive zu wünschen übrig. Hinzu kam, das die Abwehr immer wieder wackelte. Bei einem langen Einwurf sahen alle zu, wie Martin Gehrke zum 0:1 (23.) traf. Hansa wirkte geschockt, benötigte einige Zeit, sich zu sortieren. Bei einem Befreiungsschlag der Gäste war Wittstocks Abwehr zu weit aufgerückt, Hansas Keeper wurde überlupft, der Ball ging an den Pfosten und Kevin Lechleitner schob zum 0:2 (29.) ein. Doch Hansa fing sich wieder, hatte gute Aktionen, wurde aber nur selten gefährlich. Die Gästeabwehr um Martin Gehrke räumte kompromisslos ab. Als Stefan Wolter dann im Strafraum gefoult wurde, setzte Mathias Dannehl den Elfer weit über das Tor. „Solche Tage gibt es, da klappt’s nicht“, sagte Hansa-Betreuer Bernd Backhaus. Nach der Pause kam Wittstock mit neuem Elan und erspielte sich gute Chancen. Doch Dannehl (49.), Christian Bauch (52.) und Strothenk (75.) ließen diese aus oder Keeper Martin Marx parierte stark. Wittenberge setzte auf Konter und hatte gegen eine schwache Heimabwehr mehrfach die Chance, den Sack zu zumachen Sebastian Gückel (54., 61.), und Norman Hurlbrink (84., 85.) ließen dabei die besten Möglichkeiten aus. In der Schlussviertelstunde kam es zum offenen Schlagabtausch. Hansa öffnete die Abwehr und drängte. Wittenberges Abwehr geriet ins Schlingern. Dann gelang Haack endlich mit einem Distanzschuss das 1:2 (78.). Hansa setzte nach und Silvio Braun erzielte im Nachsetzen, Marx hatte einen Kopfball von Wolter klasse pariert, das 2:2 (85.). Hansa blieb am Drücker und lief in einen Konter. Gückel köpfte zum 2:3 (88.) ein, damit war Hansa der Nerv gezogen. (Von Roland Möller)