07. Spieltag: Veritas vs. Gransee 2:2
Gleich gegen zwei Granseer Spieler setzt sich hier Veritas-Akteur Tobias Bandke (M.) durch. Ein Treffer gelang ihm aber diesmal nicht. Oliver Knoll Die Fußballer des FSV Veritas Wittenberge/Breese erwischten im Heimspiel der Landesklasse West gegen Eintracht Gransee keinen guten Tag. Bei sommerlichen Temperaturen mussten die Gastgeber nach dem 2:2 (1:1) und dem Verlauf der 90 Minuten von einem Punktgewinn sprechen. Damit rutschte Veritas in der Tabelle hinter Pritz walk und Friesack (4:1 gegen Garz/ Hoppenrade) vom zweiten auf den dritten Tabellenplatz. Nach dem Schlusspfiff saßen zumeist ratlose Veritasspieler unter dem Vordach des Ernst-Thälmann-Stadions. Sieben Tage nach dem 11:1 bei Brandenburg-Süd konnte sich keiner erklären, warum es diesmal nicht so lief. Auch nicht Trainer Christian Krause. "Das sind zwei Gesichter. Aber erklären kann ich es auch nicht", sagte der Wittenberger Coach. Den Willen konnte den Platzherren keiner der rund 150 Zuschauer absprechen. Allein es haperte diesmal mit der Umsetzung. Das begann mit der Abwehr. Sicherheit und Souveränität strahlte sie nicht aus. "Das verstehe ich nicht. Sie war zuletzt eine Bank", sah der Trainer eine nicht sattelfeste Defensive. In Mittelfeld und Angriff gab es zu wenig Anspielstationen. Anders ist das Ausbreiten der Arme der Veritas-Akteure beim Versuch, das Spiel nach vorn zu tragen, nicht zu erklären. Es fehlte an Bewegung, die Außenbahnen wurden zu selten genutzt. Und der Angriff selbst erlebte einen Tag, an dem das Glück vollends ausblieb. "Ich hätte ewig spielen können, ein Tor hätte ich heute nicht erzielt", sagte Tobias Bandke selbstkritisch. Er hätte eines machen müssen. Gleich in der ersten Halbzeit, die nicht viele Höhepunkte aufwies. Gut von Norman Hurlbrink freigespielt, brachte Tobias Bandke aus kürzester Distanz nicht am Gästetorwart und einem Verteidiger vorbei (22.). Nur zwei Minuten später allerdings führte der beste Angriff der ersten Halbzeit zur Führung der Wittenberger. Benjamin Artlich erkämpfte sich auf der rechten Seite mit viel Einsatz einen eigentlich verlorenen Ball, stieß fast bis zur Grundlinie vor und in seine scharfe Eingabe hielt Norman Hurlbrink den Fuß hinein - 1:0. Doch es dauerte nicht lang, da erzielte Philipp Schwarz, den Veritas nie so richtig in den Griff bekam, fast ungestört das 1:1 (28.). Nach der Pause gab es hüben und drüben ein paar Chancen, ehe Gransee einen Konter startete. Mit zwei einfachen Pässen wurde die Veritas-Abwehr ausgespielt und erneut Schwarz überwand den dabei chancenlosen Martin Marx zum 1:2 (67.). In den verbleibenden 20 Minuten gelang es den Wittenbergern, Druck zu erzeugen und die Gäste in die Abwehr zu drängen. Der eingewechselte Christian Krause besetzte konsequent die rechte Außenbahn und es ergaben sich Chancen. Die besten für Tobias Bandke, der zunächst gegen den Lauf des Torwarts abzog, aber auch am Tor vorbei (78.). Und nach dem 2:2, das Christian Münster im Anschluss an eine Ecke erzielte (83.), hatte erneut Bandke sogar noch die Siegchance. Aber noch einmal scheiterte er am Granseer Torwart. "Schwach, schwach. Heute müssen wir froh sein, einen Punkt geholt zu haben", bilanzierte Christian Krause. Und blickte ein wenig sorgenvoll in die Zukunft. Denn David Nörren (Kreuzbandriss) und Kevin Lechleitner (Knie) werden längere Zeit fehlen. Und selbst wenn am kommenden Wochenende keine Punktspiele anstehen, müssen die Wittenberger doch ran. Im Kreispokal. Und da erwartet Veritas bei Hertha Karstädt kein Spaziergang. "Die werden sehr motiviert sein", sagte der Veritas-Coach. Veritas zeigt wieder zweites Gesicht
